10.Sonntag nach Trinitatis, 20. August 2017, 2. Mose 19,1-6

Was für ein Volk seid Ihr? Diese Frage stellt der Predigttext des 10. Sonntags nach Trinitatis mit dem Text 2. Mose 19,1-6.

An Israel wird an diesem Sonntag gedacht. An seine Geschichte als Volk Gottes durch Verfolgung und Wiedergeburt. Für uns Christen ist das Grund zur Buße und zur Fürbitte!

1. Die Erinnerung an Mose und den Auszug aus Ägypten in die Freiheit ist Grund des jüdischen Glaubens. Es ist die Erinnerung an die wunderbare Führung durch Gott.

Aber auch euch kann gesagt werden: Gott hat euch gnädig geführt und bewahrt und befreit.

Gilt das nicht für die Völker Europas, den Deutschen und den Russen?

2. Gott bietet an: Ich will euch weiter führen und bewahren. Wollt ihr Gottes Volk sein? Das Volk Israel stimmte zu! Juden wissen: wir sind etwas Besonderes. Ein ausgewähltes Volk mit besonderen Pflichten. Durch die Gebote vom Sinai, die zehn Gebote, die Sprache und die Traditionen, durch die sie sich von allen andern Völkern unterscheiden.

Das führte zu dem besonderen Schicksal des jüdischen Volks, zu Verfolgungen und Ausbreitung. Heute leben Juden überall in der Welt, unter allen Völkern und beeinflussen durch ihre Traditionen, Kultur und Zivilisation in besonderer Weise. Folge der Verfolgungen war der Staat Israel. Dessen Bürger sich noch einig werden müssen, wie sie als Volk Gottes heute leben sollen.

3. Jesus und die Apostel boten diesen Bund allen Völkern an. Weil „die ganz Erde mein ist“. Die Weltgeschichte ging damit weiter. Der Glaube an den einen Gott und Schöpfer verbreitete sich durch Jesus Christus überall. Ihr Christen seid auch Gottes Volk wie die Juden ein besonderes Volk auch heute noch sind.

Ihr sollt Vorbilder sein in allen Fragen des Friedens und der Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung. So sollte die Politik in den Völkern sein, die sich christlich nennen oder in denen Christen in der Politik mitentscheiden.

4. Ein Volk von Priestern sollten wir Christen sein. Ein Priester spricht im Namen Gottes zum Volk und spricht stellvertretend für das Volk mit Gott. Das kann auch jeder Christ. Das ist das „allgemeine Priestertum“, von dem Martin Luther sprach.

Helft mit, dass unsere Völker heilige Völker werden: Die zeigen, dass sie wissen: Es gibt einen Gott und Herrn über die ganze Erde! Und ihr sollt so leben, dass man das sieht.

Wir beten in dieser Woche für die Menschen in Liberia und Sierra Leone. Und Frieden in Israel, Palästina und immer noch Syrien und Irak und Afghanistan und die Flüchtlinge in und vor Europa.

Lesung Lukas 19,41-48 Jesus weint über Jerusalem: wie ich auch weinen könnte.

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