15. Sonntag nach Trinitatis, 24. September 2017, Lukas 18,28-30

Christsein lohnt sich! Das ergibt sich aus der Antwort Jesu auf die Feststellung des Petrus: „Wir haben alles wegen dir aufgegeben.“ nach Lukas 18,28-30, dem Predigttext vom 15. Sonntag nach Trinitatis.
Folge mir nach! Hatte Jesus zu Petrus gesagt. Und er folgte. Verließ sein Boot, seine Frau und Familie. Hörte Jesus zu und lernte von ihm. Ging auch zu zweit in die Dörfer und sagte wie Jesus: Das Reich Gottes ist nahe. Ändert euch! Und hörte die Sorgenden an und betete mit den Kranken.
Vorher hatte Lukas von einem reichen jungen Mann erzählt. Er wollte das ewige Leben erben. Jesus sagte ihm: Gib alles den Armen und folge mir nach!
Nachfolger wollte Jesus.
Auch ihr sollt Jesus nachfolgen. Ihr sollt nicht nur Gott einen guten Mann sein lassen! Er wird schon gnädig sein!
Billig ist die Gnade Gottes nicht! „Billige Gnade ist Todfeind unserer Kirche“ schrieb Dietrich Bonhoeffer am Anfang der Hitlerzeit. Das gilt auch heute.
Es geht um den Sinn, die Erfüllung und das Glück des Lebens! Das sollte euch wichtig sein. Das kommt nicht von allein. Folgt Jesus nach. Sein Weg führte zur Seligkeit!

Nachfolge ist verschieden. Es muss nicht jeder Missionar, Krankenschwester oder Pfarrer werden. Nach Martin Luther kann jeder in jedem Beruf und Alter sich als „Priester“ beweisen. Ein Priester sagt und tut, was Gott will und er sagt Gott, was die Menschen kümmert.
Zum Beispiel: Bibellesen macht frei von Alltagssorgen.
Singen ist Lob Gottes und befreit die Seele.
Beten hilft zunächst mir selber, aber hilft auch andern.
Besuche helfen aus Isolierung, mir und den Besuchten.
Gastfreundschaft genau so: besonders, wenn es Fremde sind.
Bekennen des Glaubens fordert Mut, aber ermutigt andere.
Zum Gottesdienstbesuch muss ich aufstehen und hingehen, aber für die Gemeinschaft mit andern Christen ist der Fernsehgottesdienst nur Ersatz.
Helfen, Pflegen, Begleiten: Behinderte sind überall.
Kochen, Putzen, Waschen kann als Dienst um Christi willen verstanden werden und ist dann leichter zu ertragen, genau so wie schwere, langweilige, lästige Arbeit.
Und mit Geld kann man sich auch „Schätze im Himmel“ anlegen. Wenn auch nicht den Himmel verdienen.

Seid frei von allen Zwängen und auch aller Bequemlichkeit!
Nehmt euch die Freiheit als Christ, Christin zu arbeiten, zu reden, zu mahnen, zu loben, zu bekennen, zu dienen!
Ein Christ ist frei und niemand untertan und gleichzeitig ist er jedermann verpflichtet, schrieb Martin Luther. Dazu befreit die Nachfolge Jesu.
Versucht es: Es lohnt sich als Christ zu leben. Es macht Freude, sogar Spaß.
Euer Leben soll sich gelohnt haben, soll man sagen, wenn ihr gestorben seid.
Ihr dürft hoffen: Auch im ewigen Leben wird Freude sein.

Wochenspruch: Alles eure Sorge werfet auf ihn, denn er sorget für euch. 1 Petrus 5,7
Lesungen: Matthäus 6,25-34 Sorgen unnötig!
1.Petrus 5, 5c-11
Weltweit gebetet wird in der nächsten Woche für die Menschen und Christen in Bolivien, Brasilien, Chile, Peru

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