20.Sonntag nach Trinitatis, 29.Oktober 2017,1. Mose 8,18ff

Dankbar für das Geschaffene solltet Ihr sein: Das könnte der uralte Text vom Ende der Sintflut aus 1. Mose 8,18ff bedeuten.

Schwierig das wörtlich zu nehmen: Die große Flut als Strafe für die böse Menschheit; Gott der sich am Brandopfergeruch freut; Gott der das Böse in den Menschen hin nimmt; dass die Erde so bleibt wie sie ist…

Aber: Wir könnten unsern Dank und die Freude für die Schöpfung öfters zeigen. Es ist wunderbar, wie diese Welt sich entwickelt hat und immer noch besteht. Das lehren uns die Biologen und die Geologen und die Astronomen. Der Papst schrieb eine lange Schrift „Laudate si“ – lobt doch! – über die Schöpfung und über die Gefährdungen. Der Blumenstrauß auf dem Altar ist ein ganz kleines Zeichen dieses Dankes. Und lobt Gott für die Farben des Herbstes, die Schönheit von Menschen und Tieren und der Landschaft.

Statt Fleisch verbrennen, könntet Ihr Essen an Bedürftige schenken. Das wären Opfer, die Gott besser gefallen.

Die Menschen sind nun einmal böse? Die Propheten und Jesus, Martin Luther und alle Prediger haben nicht aufgehört zur Umkehr und Buße aufzurufen. Ihr wenigstens könntet doch vernünftig und verantwortlich leben. Auch wenn andere es nicht tun. Weniger und mehr verbrauchen ist nötig um die Erde noch für einige Zeit bewohnbar zu halten.

Auch wenn das Böse in uns steckt, auf das Gute sollten wir hoffen. Bei uns und auch bei den andern. Erziehung hat uns doch gut getan!

Alles will Gott nicht vernichten. Aber die Folgen menschlicher und technischer Fehler haben wir auszubaden. Kriege sind nicht von Gott gewollt. Naturkatastrophen sind nicht Strafen für Sünden. Auf die Natur achten, sie pflegen und nicht hemmungslos manipulieren; aber uns nach ihr richten sollen wir uns.

Und nicht Saat- und Erntezeiten durch weltweiten Transport energieverbrauchenden Handel überspielen. Frost durch Heizung und Hitze durch Klimaanlagen bedenkenlos mindern. Sommer und Winter durch Reisen verschieben, den Tag zur Nacht und die Nacht zum Tage machen…Könnte man doch mal überlegen?

Der Wochenspruch als Thema des Sonntags macht es klar: Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist, und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.

Die Lesungen fordern Respekt für den Umgang mit den vorgegebenen Unterschieden von Männern und Frauen. Ein Beispiel für den Respekt für alle Schöpfung, Menschen und Tiere und Pflanzen.

Demütig und dankbar sollten wir sie bewundern, pflegen und bewahren. Solange wir können. Ewig wird das nicht sein.

Schriftlesungen: 1.Thess 4,1-8 (Die Natur der Frau achten)  Markus 10,2-9 (-16) (So ist die Ordnung der Schöpfung!)

Gebetet wird in dieser Woche für die USA und Canada

 

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