4. Sonntag nach Trinitatis, 9. Juli 2017, 1. Mose 50, 15-21

Versöhnen sollt ihr euch! Das will der Predigttext am 4. Sonntag nach Trinitatis aus 1. Mose 50, 15-21.

1. Viel Unheil steckt in der Vergangenheit. Jeder hat dunkle Stellen. Bei einer Beerdigung kommen sie manchmal wieder hoch. Wohl denen, die bei Lebzeiten Frieden gemacht haben! Besser noch: sich versöhnt haben. Die Brüder Josephs haben allen Grund zu Befürchtungen. Erinnert euch an die lange Geschichte (18 Kapitel!)! Neid, Verkauf des Bruders, Lügen.. Versöhnt euch, so lange ihr noch könnt!

In der Geschichte der Völker werden die dunklen Stellen oft verschwiegen. Für Deutschland ist es gut, dass sie nicht verschwiegen werden sollen! Im Unterschied zu manchen Völkern. Die deshalb mit ihren Nachbarn oder Minderheiten keinen Frieden finden. Nur durch Aufdecken der Schuld aller Beteiligten kann der Weg zur Versöhnung frei werden.

2. Warum sollen wir vergeben? – Weil wir Gott ver-antwortlich sind. Er will den Frieden. Er sorgt oft dafür, dass auch böse Geschichten ein gutes Ende finden. Im Neuen Testament steht oft: Richtet nicht! Vergebt! Damit euch vergeben wird. Gott soll vergeben, betet ihr im Vater unser? Dann vergebt auch euren Schuldigern. Joseph hatte viel Unrecht erlitten. Nicht nur von seinen Brüdern. Er hatte aber dann wunderbare Fügungen erlebt. So viele, dass er großzügig vergeben konnte.

3. Gott kann dein Schicksal wenden! Auch das sagt die Josephsgeschichte. So wie es im Lied „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ heisst. Alles wird gut: das ist das happy end der Josephsgeschichte. Hofft auch auf ein seliges Ende aller Beschwerden!

4. Ein großes gesegnetes Volk sollt ihr werden: das wurde den Kindern Jakobs gesagt. Es galt dem Volk Israel. Das gilt allen Völkern: Ihr soll in Frieden versöhnt einig sein. Alle sind Kinder Gottes. Deshalb ist Versöhnung auch die Hoffnung für die derzeitigen Konflikte. Wie nach dem 2. Weltkrieg die Völker Europas sich versöhnten und 1989 Deutschland wieder zusammen fand. Wie es nach viel Bösem jetzt in Kolumbien geschah, aber in Venezuela nötig ist…

Lasset euch versöhnen mit Gott! Ruft Paulus. Das heisst auch: versöhnt euch untereinander.

Das Gebet „Vater vergib aus Coventry 1945 ruft uns dazu auf. Wenn immer wir Böses erleben oder davon hören. So wird Versöhnung möglich: Gott vergibt die Schuld!  

Lesungen: Lukas 6,36-42 und Römer 14, 10-13 mahnen nicht urteilen! 

Weltweit wird gebetet für die Menschen in Kolumbien, Ecuador, Venezuela und wir für gute Ergebnisse von G20!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.