31 Gedanken zu „Warum darf man sich nicht zweimal taufen lassen? (w, 17 J)

  1. Gegenfrage: Warum sollte man sich mehr als einmal taufen lassen?

    Wenn ich zum Beispiel ein Auto kaufe, dann gehört es mir. Ich kann es nicht noch mal kaufen. Es macht keinen Sinn.

    Ich könnte das Auto natürlich verkaufen und dann nochmal kaufen.
    Daran wird der Unterschied zur Taufe deutlich: Das Auto kann ich zurück geben. Die Taufe nicht. Niemand kann die Taufe ungeschehen machen.
    Vielleicht kann jemand den Glauben verlieren. Wenn er oder sie ihn wieder findet: Die alte Taufe gilt unverändert fort.

    • Danke! Ich hatte genau diesen Gedanken! Ich hatte mich vor drei Jahren taufen lassen und war sehr erfüllt. Doch ich habe gesündigt, mich von Gott abgewandt, konnte kaum ein Gebet über die Lippen bringen. Jetzt will ich mich wieder Gott zuwenden, deshalb ging ich der Frage nach, ob ich mich wieder taufen lassen soll..

    • Warum sich nicht als Erwachsener noch mal taufen lassen? Ich möchte meinen Vornamen etwas ändern, einen Zweiten dazu nehmen, im Leben und im Glauben einen neuen Anfang machen. Bei meiner ersten Taufe wurde mir eine Verbindung zu einer Tante eingesegnet, die aus „politischen Gründen“ unbedingt Patin werden sollte und zu der ich nie eine gute Beziehung hatte. Damals hatte ich keine Wahl, heute will ich das noch mal bewusst anders machen. Den rostigen Gebrauchtwagen gegen einen neuen eintauschen, falls Dir das mehr sagt.

      • Ich habe mich auch noch einmal untertauchen (Taufen) lassen. Bin als Kind getauft worden, habe aber durch das Bibellesen erkannt, dass erst der Glaube, dann die Taufe und dann das Leben in der Nachfolge als Christ kommt… Ich will daraus aber kein Gesetz machen! Wer seine Kindertaufe als Handeln Gottes annehmen kann und. Als Christ lebt, ist auch durch JESUS gerettet!

  2. Weil die Taufe einmalig und unwiderruflich ist. Das Ja Gottes zu mir, das damit verbunden ist, wird nicht mehr zurück genommen. Daher ist sie auch nur ein einziges Mal nötig und möglich. Aus diesem Grund erkennen Christen beider Konfessionen, evangelisch oder katholisch, die Taufe gegenseitig an. Auch bei einer Konversion gibt es keine „Wiedertaufe“..

    • Wenn du jedoch als Baby getauft wurdest und igläubig an JESUS geworden bist und beim Bibellesen erkennst, dass damals die Taufe erst dann vollzogen wurde, wenn die Menschen sich zu Jesus Christis bekannten und ihm nachfolgen wollten, dann bekommt die Taufe ein neues Gesicht. Ich denke, dann steht einer „Wiedertaufe“ nichts im Wege. Ich denke, die Taufe wird gültig, wenn ich annehmen kann, was Gott mir darin sagt! Ich selber habe mich noch einmal untertauchen lassen, bin als Kind getauft, wollte mich aber taufen lassen wie es in der Bibel steht…

  3. Hier noch ein wichtiger theologischer Grund, der heute oft vernachlässigt wird. Wir leben im Zeitalter des Individualismus, und die individuellen Entscheidungen jeder einzelnen Person sind uns sehr wichtig. Der Fokus liegt dabei auf uns als Mensch.
    Die Taufe ist aber weder individuelle Entscheidung des einzelnen für Gott, noch liegt ihr Fokus auf dem, was wir in der Taufe tun. In der Taufe handelt Gott an uns. Was er tut ist wichtiger als das, was wir tun, und wir können das, was er getan hat, nicht besser betonen, indem wir die Taufe wiederholen. Im Gegenteil: Wenn wir die Taufe wiederholen, drücken wir damit vielmehr aus, dass das, was in der ersten Taufe geschehen ist, nicht ausreicht. Das ist in letzter Konsequenz keine Kritik an der ersten Taufe, sondern eine Kritik an Gott selbst.
    Wir wollen mit einer Wiedertaufe etwas richtigstellen, was nicht richtiggestellt werden muss, um unser eigenes individuelles Lebensgefühl richtig auszudrücken („meine Entscheidung für Gott“). Damit rückt der Fokus weg von Gott hin zu dem, was wir als Menschen tun. Und das, was wir als Menschen tun, kann fehlerhaft sein. Wir meinen sagen zu können, eine erste Taufe kann fehlerhaft sein (weil sie von Menschen nach einem bestimmten Ritus durchgeführt wurde). Wenn das so ist, kann auch eine zweite Taufe ebenso fehlerhaft sein, und es ist ebensowenig garantiert, dass die zweite Taufe „gültig“ ist.
    Vertreter der Wiedertaufe betonen meist, dass unser individueller Glaube der Taufe zeitlich vorausgehen muss. Das hört sich logisch an, ist aber theologisch vollkommen falsch. Gottes Gnade geht unserem Glauben immer voraus.

  4. Ich war jahrelang Mitglied einer evangelischen Freikirchengemeinde. Dort wurde gelehrt, dass Kindertaufe grundsätzlich falsch sei, weil es in der Bibel kein einziges Beispiel für Kindertaufe gäbe. Das eine Beispiel von einem Mann der gemeinsam mit seinem gesamten Haushalt getauft wurde reiche nicht, um das zu widerlegen. Unsere Pastoren hatten alle evangelische Theologie studiert, wurden aber nicht ordiniert, weil sie die Kindstaufe ablehnten / verweigerten. Man sagte uns, die Landeskirche wolle durch die Kindstaufe Menschen an sich binden, ohne ihnen die freie Entscheidung zu lassen. Damals war es logisch für mich, meine Entscheidung für den christlichen Glauben durch eine zweite, eine Erwachsenentaufe, zu bestätigen, obwohl ich ja schon als Jugendliche mit der Konfirmation meine Zugehörigkeit zur christlichen Kirche bestätigt hatte. Aus diesem Grund lassen viele Eltern heute ihre Kinder nicht mehr taufen, weil sie ihnen die freie Entscheidung für einen Glauben lassen möchten. Ich glaube hier könnte die evangelische Landeskirche mit aufklärender Öffentlichkeitsarbeit viele Menschen erreichen und vielleicht auch wieder mehr Mitglieder gewinnen.

    • Jedenfalls könnte das ein starkes Argument sein, mit der Taufe bis zur Religionsmündigkeit zu warten. Weil sie nicht zurück genommen werden kann.
      Das Argument deines Pastors sehe ich nicht ganz ein: Wenn die Taufe (insbesondere von den Landeskirchen) ökumenisch anerkannt ist, dann ist auch ein Wechsel zwischen den Konfessionen und insbesondere hin zu dieser Freikirche möglich. Und wenn diese Freikirche ein persönliches Bekenntnis verlangt, ist ja auch das möglich. Das Problem besteht nicht darin, dass die Landeskirche jemanden gebunden hätte, sondern dass dieser Pastor die landeskirchliche Taufe nicht anerkennt.
      Für meinen Teil hätte ich mich nach seinen Kriterien wahrscheinlich nie taufen lassen, da ich mir nicht sicher gewesen wäre, wann ich denn nun würdig genug gewesen wäre. Die Konfirmation habe ich sehr ernst genommen und hätte sie gerade deswegen am liebsten abgesagt. Aber das passte irgendwie nicht ins Zeitschema.
      Das Problem ist: Wenn es so sehr von mir abhängt: Wie wichtig nehme ich dann noch Gottes Gnade?
      Dann lieber eine Kleinkindtaufe. Nicht zwingend direkt nach der Geburt, aber doch dann, wenn das Kind merkt, dass etwas mit ihm geschieht.
      Denn es geht vor allem darum (wie hier schon geschrieben wurde) dass _Gott_ in der Taufe am Täufling handelt.

      • Matthäus KP 28 Vers 18) Und Jesus trat zu ihnen, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. (Matthäus 11.27) (Epheser 1.20-22) 19 Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des S sagte am :

        Die richtige Antwort ist Bekehrung zum Herrn Jesus Christus und Taufen lassen, wenn ein Mensch mit seinen eigenen Willen aus dem Herzen sich zu Wahrheit Jesus Christus bekennt und durch die Taufe bezeugt das ist das wahre Glaubensbekenntnis zu Gott in Jesus Christus!
        Denn Säuglinge können sich nicht selbst zu Taufe bekennen und wissen nicht was sie tun sondern ihnen wird das auferlegt ohne eigene Entscheidung!!!!
        Und wenn die Eltern nach dem Heiligen, lebendigen Wort Gottes wahre Kinder Gottes sind, durch dem wie das Jesus Christus allen lehrt, dann sind die Kinder von ihnen schon gesegnet, diese Kinder können, wenn sie Alt genug sind sich selber für den Weg und die Wahrheit und das Leben zum Vater entscheiden das durch den Glauben an Jesus Christus geschieht!
        Das steht geschrieben; Evangelium nach Johannes KP 14 Vers 6!

        • Da schließe ich meinem direkten Vorgänger voll an. Als Säugling ist es nicht meine eigene Entscheidung. Das entscheidende ist das eigene Ja zu einem Leben mit Jesus Christus. Mit der Taufe bekenne ich mich zu Jesus (dabei nehme nicht ICH mich wichtig) und erkenne an, dass er für meine Sünden und all mein Leid ans Kreuz gegangen ist udn dadurch wieder das Band zu Gott und mir herstellen kann. Ich bin erlöst. Durch die Taufe schließe ich rituell mit meinem alten Leben ab und bekehre mich zu einem Leben mit Jesus und bin sozusagen wiedergeboren. Ich bin ein neuer Mensch. ALtes ist vergangen, etwas Neues beginnt: 2. Kor. 5,17
          In der Bibel ist nirgends etwas von Kindstaufe erwähnt. Außerdem zieht der heilige Geist bei der Taufe durch den Taufakt und mein Bekenntnis in mich ein. AMEN

          • Ich stimme dir in vielen Punkten zu. Jedoch nicht bei deinem Letzten. Das Empfangen des Heiligen Geistes ist nicht nur durch die Taufe möglich. In Apostelgeschichte 10,44-47 steht:

            Da Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die dem Wort zuhörten. Und die gläubig gewordenen Juden, die mit Petrus gekommen waren, entsetzten sich, weil auch auf die Heiden die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen wurde; denn sie hörten, dass sie in Zungen redeten und Gott hoch priesen. Da antwortete Petrus: Kann auch jemand denen das Wasser zur Taufe verwehren, die den Heiligen Geist empfangen haben ebenso wie wir? Und er befahl, sie zu taufen in dem Namen Jesu Christi.

            Gott lässt sich diesbezüglich in ein Schema pressen. Sicher lesen wir zuvor in der Apostelgeschichte ( z.B. Kap. 2 bei der Predigt von Petrus), dass zuerst die Taufe vollzogen wurde und dann der Heilige Geist empfangen wurde. 8 Kapitel später macht Gott es anders.

  5. Nun den Freikirchen geht es in der Regel nicht um die Form des Ritus, sondern nur darum, das sie glauben, dass Glaube und Taufe zusammengehören. Darin zeigt es sich, dass sie nur wenig sakramentales Verständnis haben. An meinem Ort hat sich ein Jugendlicher ev. konfirmieren und taufen lassen und konnte später auch problemlos ohne erneute Taufe in eine ev.-freikirchl. Gemeinde (Baptisten) konvertieren. Auch unsere ev. Kirche wiederholt Taufen, wenn sie nach ihrem Verständnis nicht rite vollzogen sind. So gibt es z.B. Pfingstgemeinden, die nur auf den Namen Jesu taufen, … und bei Eintritt in die Ev. Kirche würde man diese Taufe auch wiederholen.

  6. Leider haben viele Menschen (und auch Gemeinden) ein Verständnis von Taufe, das man nur als „magisch“ bezeichnen kann. Es kommt einem dann wie ein Zauber vor, der erstens die Sünden wegzaubert und zweitens einen in die Nähe Gottes teleportiert.
    Warum das falsch ist?
    Weil so der Mensch handelt und Gott zum Objekt der Taufe gemacht wird.
    Tatsächlich ist es gerade umgekehrt. Gott hat bereits gehandelt und die Taufe ist nichts anderes als eine menschliche Reaktion darauf.
    Ich erkläre es mal so: Es ist, als spürt ein Mensch in einer dunklen Stube mit einem Mal, dass draußen die herrlichste Sonne scheint. Er öffnet Fenster und Türen und tritt hinaus, um sich bescheinen zu lassen.
    Wenn ein Mensch das erlebt hat, dann wird er nicht mehr so tun können, als säße er noch in seiner dunklen Stube. Und warum sollte er ins dunkle zurücklaufen, nur um erneut ins Licht treten zu können? Es wäre Quatsch.
    Das Licht in dem Bild steht für die Liebe Gottes.
    Die scheint schon lange bevor ich es bemerke.
    Die Taufe ist das Öffnen der Fenster, der Glaube das Treten ins Licht.
    Wie alle Bilder ist auch dieses nicht perfekt, um die Taufe zu erklären.
    Eins wird daran aber hoffentlich deutlich: Der Zeitpunkt der Taufe ist zweitrangig. Wichtiger ist es, das Licht überhaupt irgendwann ins Leben hineinscheinen zu lassen (deshalb taufen wir schon Säuglinge, weil es nicht früh genug sein kann) und irgendwann im Leben den Schritt ins Licht zu wagen.
    Das soll eigentlich bei der Konfirmation geschehen, aber jeder erlebt das unterschiedlich. Manch einer wagt diesen Schritt vor die Tür nie.
    Und nicht jeder, der ihn einmal wagt, bleibt dann auch im Licht stehen.
    Es gibt auch etliche, die sich wieder in den Schatten oder Halbschatten verkrümeln. Aber sie alle kennen das Licht und es scheint ihnen, egal was sie daraus machen.

  7. Taufe ist nach christlichem Verständnis ein einmaliger, nicht wieder rückgängig zu machender und nicht wiederholbarer Vorgang.

    Ich bin allerdings inzwischen schon der Meinung, dass die großen Kirchen hier mit der Kleinkindertaufe voreilig agieren und dass man eine Taufe ohne Wissen und Einwilligung des Getauften durchaus mit guten Gründen als ungültig betrachten kann. Dass mehr und mehr Eltern dazu übergehen, ihre Kinder erst später, mit deren eigener Einwilligung, taufen zu lassen, finde ich gut.

    Wenn ich in eine Baptistengemeinde eintreten wollte und von mir dafür eine erneute Taufe verlangt würde, würde ich ablehnen, weil ich der Meinung bin, dass ich meine Taufe bei der Konfirmation bewusst und ernsthaft bestätigt habe und sie spätestens damit gültig ist.

    Allerdings glaube ich nicht, dass Gott ein Problem damit hätte, wenn sich jemand in einer solchen Situation ein zweites Mal ‚taufen‘ ließe, um auch die letzten Restzweifel sämtlicher Beteiligter zu beseitigen.

  8. Sogar in der Bibel wird wieder getauft?
    In der Bibel steht jedoch nirgendwo konkret, dass eine zweite Taufe schlecht oder gar Sünde wäre. Die oft aufgeführte Stelle in Epheser 4,5 wo es heißt „ein Herr, ein Glaube, eine Taufe“ lässt sich auch anders interpretieren und ist letztlich die einzige Stelle die man (mit viel Biegen und Brechen) als Argument gegen eine zweite Taufe einbringen kann.

    Sollte dies wirklich so essentiell wichtig sein, wie uns einige Kirchenführer glauben machen wollen (aus bestimmten Denominationen wird man sogar ausgeschlossen, wenn man sich ein zweites Mal taufen lässt), so hätten Jesus, Johannes der Täufer oder zumindestens Paulus dies sicherlich nochmals gesondert erwähnt.
    Interessant ist auch, dass gerade die Jünger in Ephesus mehrfach getauft wurden: Einmal mit der Taufe des Johannes und einmal mit der Taufe von Jesus. Siehe dazu
    Apostelgeschichte, 19, 1 – 6
    Die Begegnung des Paulus mit Johannesjüngern

    1 Während Apollos sich in Korinth aufhielt, durchwanderte Paulus das Hochland und kam nach Ephesus hinab.
    2 Er traf einige Jünger und fragte sie: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie antworteten ihm: Wir haben noch nicht einmal gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt.
    3 Da fragte er: Mit welcher Taufe seid ihr denn getauft worden? Sie antworteten: Mit der Taufe des Johannes.
    4 Paulus sagte: Johannes hat mit der Taufe der Umkehr getauft und das Volk gelehrt, sie sollten an den glauben, der nach ihm komme: an Jesus.
    5 Als sie das hörten, ließen sie sich auf den Namen Jesu, des Herrn, taufen.
    6 Paulus legte ihnen die Hände auf und der Heilige Geist kam auf sie herab; sie redeten in Zungen und weissagten.

    Wichtig ist hingegen, dass die Taufe laut der Bibel als Folge einer willentlichen Entscheidung für Jesus Christus durchgeführt wird. Eine Kindertaufe kann man damit im biblischen Sinne eher als „Kindersegnung“ ansehen. richtig getauf?

    • Die Volkskirchen im allgemeinen, und einige ihrer Ableger haben die Kindertaufe, wo die Eltern zwar den Willen bekunden das Kind im Glauben zu erzielen, jedoch das Kleinkind sich nicht dafür o. dagegen entscheiden kann. Folgend haben genannte Kirchen/Denominationen die Angewohnheit die Kinder/Jugendliche im Alter von etwa 14 Jahren zu konfirmieren, was als Bestätigung der Kindstaufe gesehen und mit einem ‚quasi ‚gezwungen‘ Eintritt in die jeweilige Kirche einhergeht.

      Doch wenn Du Jesus persönlich erfahren hast, und auch eventuell aus genannter Kirche ausgetreten bist, empfiehlt es sich, wenn man möchte, sich bewusst als ‚Erwachsener‘ taufen zu lassen !
      Ggfs. wirst Du bei diesem Schritt erfahren, das es dem Feind nicht gefällt 🙂

      • Und: Tauft Ihr dann ein paar Jahre später ein zweites Mal? Und noch ein paar Jahre später ein drittes Mal?

        Ich denke: Auch da ist im Grundsatz klar, dass die Taufe einmalig ist.

        Was nicht schön ist: Dass die einen Christen die Taufe anderer Christen nicht anerkennen. Das ist übel. Das gehört sich einfach nicht. Das ist ungeschwisterlich und irgendwie auch überheblich. Wenn dann auch noch das Wort „Feind“ in diesem Zusammenhang fällt, kann das auch durch einen Smily nicht gut gemacht werden.

        • Wenn der religiöse Dämon in der Welt gerade in den Kirchen seinen Einsatz hat, dann muss auch mal so offen & direkt gesprochen werden. Es ging auch in meinem obigen Kommentar nicht darum, sich beliebig oft taufen zu lassen, sondern um die bewusste Entscheidung dazu!

          • Dann muss aber eben auch die Ungeschwisterlichkeit einger Kirchen deutlich benannt werden. Auch dazu kann man sich bewusst entscheiden, wie das Beispiel zeigt. Ist es wirklich das, was Jesus wollte? Ich glaube nicht.

        • Ich bin katholisch getauft, hatte Kommunion und Firmung und bin mit ca 22 Jahren ausgetreten. Aus kirchenrechtlicher Sicht war das der Katholischen Kirche egal, für die wäre das (rein theoretisch) erst interessant geworden, als ich letztes Jahr in die evangelische Landeskirche eingetreten bin.

          Mir wurde damals angeboten im Rahmen eines Sonntagsgottesdienstes eine kleine „Zeremonie“ zum Wiedereintritt und (zum ersten mal in meinem Leben) bewussten, ehrlichen und echt gefühlten Bekenntnis zu Jesus und zur Kirche abzuhalten. Hab das damals abgelehnt, schien mir zu viel Aufmerksamkeit für eine nicht wirklich erwähnenswerte Sache.

          Was mir hingegen wirklich gefallen hat war, dass bei allen Rumreiten auf Unterschieden alle relevanten Glaubensgemeinschaften an der Taufe, also an dem Glauben, dass sich an der Zusage Gottes zum Getauften nichts ändert, egal ob ich raus bin, woandershin bin oder sonstwas bin. Mit anderen Worten: ES DEHT DOCH!

  9. Eine neue Reformation ist sicherlich nicht von Nöten, schon gar nicht im Bezug auf die Taufe. Die Ev. Kirche handhabt das doch recht tolerant und lässt Glaubens- und Kindertaufe nebeneinander als Möglichkeit stehen. 2013 wurden in den Gliedkirchen der EKD mehr als 18 000 Erwachsenentaufen vollzogen, ich vermute fast mehr als in allen Freikirchen zusammen. Etwas mehr Toleranz und Anerkennung der Verantwortung des Einzelnen innerhalb der Freikirchen und wir hätten zum Thema Taufe und Taufanerkennung keine Probleme und Fragen.

    • Vielleicht ist in Hinsicht Taufe keine Reformation von Nöten, doch allgemein in Sachen Christus & Sein Wille bzw. Auftrag und Nachfolge etc.
      Denn wir leben im neuen Bund, doch wird das Gesetz gelehrt.

  10. Vielleicht kann einfach mal die Reihenfolge eingehalten werden, die wir im Matt. 28 direkt von Jesus finden??? „Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“
    Es ist doch einfach, das einzuhalten: zuerst lehret sie: sie sollen ja begreifen, was sie da eigenverantwortlich tun. DANN werden sie getauft, danach werden sie angehalten zu tun, was Jesus uns befohlen hat.
    Eine Babytaufe gibt es gar nicht und somit auch keine Wiedertaufe. Ein Baby kann auch kein „altes Leben“ begraben, den es hat gar keines…
    Wir stellen fest, dass die Menschen, die groß getauft wurden mit viel mehr Vollmacht ihr neues Leben in Christus leben, als als Baby gewässerte Christen… Das will ich trotzdem nicht pauschalisieren…

    • Die Reihenfolge ist nur nötig bei denen, die bereits belehrt werden können. Weshalb sollte Jesus damit gemeint haben: Bei den Babies wartet, bis sie sich selbst entscheiden können??? Für Jesus gibt es nur EINEN Weg, und der ist er! „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben!“ Ich denke nicht, dass er nicht wollte, dass die Kleinen mit getauft werden. Warum auch, es gibt keinerlei Nachteile, es ist alles Gottes GNADE. Übrigens: Der alte Mensch ist auch in einem Baby. Genetik. „Der Mensch ist von Grund auf böse, schuldig vor Gott und dem gerechten Gericht verfallen.“ Ist das falsch? Ohne Gott sind wir wie ein Tier, ja das klügste Raubtier, das diese Erde bewohnt. Wir müssen nicht nur unser altes Leben zurück lassen, sondern den alten Adam, der auch in der Zukunft (und ein Baby hat die meiste Zukunft!) in uns ist, wenn wir ihn nicht täglich sterben lassen. Nur in dieser Logik konnte Jesus auch für die Sünden der Zukunft sterben. Glaubt es, der alte Adam ist nicht nur ein schlechtes Leben der Vergangenheit, sondern eben genetische Veranlagung, derer beispielsweise der Egoismus z.B. in Notsituationen entspringt.

      Ach ja, ich zweifle daran, dass die erwachsen Getauften mit viel mehr Vollmacht ihr neues Leben in Christus leben. Im 19. Jh. war das nicht so. Vielleicht liegts doch an was anderem…

  11. Warum sollte es schlimm sein sich öfter taufen zu lassen, das muss ja nicht zwangsläufig bedeuten das ich an meiner ersten Taufe zweifle oder mich mit einer weiteren umentscheide, was ist wenn ich es wirklich nur gerne öfter bekenne und Jesus immer wieder gerne damit bestätige das ich mich zu ihm bekenne vor allen Menschen!?!?!?!

  12. Leute! Die Kindertaufe gibt es, weil man darauf vertraut, dass die Paten dafür bürgen können, dass das Kind christlich aufwächst. Wenn man denkt, dass bei der Taufe nur Gutes geschieht, warum sollte man das Geschenk nicht annehmen, und dann so früh wie möglich? Ein Sakrament (z.B. Taufe) ist immer mit einem äußeren sichtbaren Zeichen einer inneren geistlichen GNADE verbunden. Diese kann man später immer noch ausschlagen, wie Geld vom reichen Onkel. Manche sind so verrückt. Das Bekenntnis zu Gott wird doch in der Konfirmation/Firmung wiederholt, diesmal vom damaligen Täufling selbst. Da braucht es keine neue Taufe, also neue GNADE. Gott nimmt nicht zurück, man kann es nur ausschlagen, später. Die Taufe ist keine Vereinsbeitretung, auch keine Antwort des Säuglings, sondern Gottes Antwort. Versteht, dass es Gott ist, der wirkt. Dass man es als Vereinsbeitretung mißbraucht (hat), steht hier nicht zur Debatte. Johannes taufte auf Buße, nicht auf den dreieinigen Gott. Deshalb war eine erneute Taufe nötig. Eine Taufe zu wiederholen, birgt bei Gott keine Vorteile. Es zeigt nur, dass man der ersten GNADE kein volles Vertrauen mehr schenkt (warum auch immer). „Zur Sicherheit und für meine Erfahrung besser nochmal.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.