Evangelische Choräle auf der Opernbühne ? (m, 61J)

Sollten evangelische Choräle auf der Opernbühne erklingen dürfen?
In der Oper „Die Hugenotten“ von Giacomo Meyerbeer wird der berühmte Luther-Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“ zum „Kampflied“ der französischen Protestanten. Martin Luther hatte in dem Choral den 46. Psalm ausgelegt und – ähnlich der biblischen Vorlage – Gottes Macht und Schutz den Anfeindungen gottwidriger Mächte gegenübergestellt. Luthers Choral ist das Symbol der Protestanten schlechthin, Heinrich Heine sprach sogar von der „Marseillaise der Reformation“. Der Komponist Meyerbeer (eigentlich Jakob Liebmann Meyer Beer) erklärt die Verwendung des Chorals in seiner Oper: „Freilich, wenn der Choral zur Opernarie gemacht würde, so wäre das wirklich ein Skandal. Allein wenn im Gegenteil dieser Choral als Gegensatz der weltlichen Musik stets streng und kirchlich behandelt ist, so ist eine solche Behandlung eher Heiligung als Entweihung eines Kirchengesangs zu nennen.“ Ganz anders sieht dies der Komponist Robert Schumann: „Einen guten Protestanten muss es empören, sein teuerster Lied auf der Opernbühne gespielt zu hören“.

Hat es Konsequenzen, wenn ich Gott NICHT lobe? (m, 67 J)

Ich singe schon sehr lange Zeit im Chor. In den meisten Stücken mit geistlichen Texten kommt vor, dass Gott gelobt und und gepriesen wird oder werden soll (laudemus dominum, laudetur Jesus Christus). Die Musik ist fast immer sehr schön und ich singe sie gerne mit. Aber ich habe mich schon vor Jahrzehnten gefragt: Was hat es eigentlich für Konsequenzen, wenn ich Gott nicht lobe?