Exaudi, 28. Mai 2017, Johannes 7,17-39

„Gott, höre, exaudi, mein Gebet“ ist das Thema des Sonntags vor Pfingsten mit dem Predigttext Johannes 7,17-39. Er sagt, wofür Ihr vor allem beten sollt:

Betet um den Geist Gottes! Nicht um Gesundheit, langes Leben, Ruhe und auch nicht um Frieden und Bewahrung der Schöpfung und bessere Regierungen. Wofür Ihr natürlich auch beten und arbeiten könnt.

Dieser Geist Gottes begeisterte die Jünger an Pfingsten. Sie fielen aus dem üblichen gottesdienstlichen steifen, geordneten, vorgeschriebenem, vorbereiteten Rahmen.

Nach der Apostelgeschichte 19 fand Paulus Christen, die getauft waren, wie Johannes getauft hatte, aber nicht auf den Namen Jesu. Er taufte sie auf diesen Namen neu und als er die Hände auflegte, waren sie begeistert..

In der Zeit Luthers haben andere Theologen die Glaubenstaufe eingeführt. Als „Wiedertäufer“ wurden Balthasar Hubmaier, Hans Hutt, Michael Sattler von der Obrigkeit verfolgt, verbrannt und ihre Nachfolger vertrieben und verfolgt, obwohl oder weil sie wie die Hutterer und die Mennoniten ohne Waffen in Frieden leben wollten. Die Pfingstkirchen als ihre Nachfolger breiteten sich in USA, Südamerika und Afrika aus. Sie sind schnell wachsende Kirchen. Und ihre Gottesdienste sind lebendiger als die in den traditionellen europäischen Kirchen. Aber auch die Landeskirchen und die römisch-katholische Kirche werden etwas vom neuem Geist erfasst.

Ich lege einen neuen Geist in Euch, sagt schon der Prophet Hesekiel in der Jahreslosung voraus.
Wollt Ihr einen neuen Geist in eurer Gemeinde und Kirche?
Wollt ihr darum beten?
Wollt Ihr eine neue Reformation, nachdem von der vor 500 Jahren so viel geredet wurde?
Weltweit wird an diesem Sonntag für die Einheit der Christen gebetet. ..Daß sie alle eins werden, betete Jesus.
Betet dafür. Aber dazu braucht es einen neuen Geist!
Zuerst bei euch!
Also betet: gib mit einen neuen, gewissen Geist!
(nach dem Lied „Schaffe in mir Gott..“ (EG 230).
Und es wäre wunderbar, wenn vom Kirchentag ein neuer Geist in die Gemeinden strömen würde!

Die Christenheit betet in der kommenden Woche für die Menschen in Botswana und Simbabwe und immer noch für Frieden in der Ukraine, Syrien und Südsudan.

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