Katechismus heute

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Die Preisträger Prof. Wilfried Härle (2.v.li.)
und Prälat Traugott Schächtele (3. v.li.)

Glaube zwischen Alltagssprache und Poesie

Badische Landeskirche kürt zwei Preisträger im Wettbewerb „Katechismus heute“

Bad Herrenalb / Karlsruhe, (10.04.2014). Zwei erste Preise vergibt die Evangelische Landeskirche in Baden im Wettbewerb „Katechismus heute“. 450 Jahre nach Erscheinen des Heidelberger Katechismus hatte die badische Landeskirche im vergangenen Jahr den Wettbewerb ausgeschrieben, um dieses „Grundbuch reformierten Christentums weltweit in neue, zeitgemäße Formen zu gießen“, erklärte Oberkirchenrat Christoph Schneider-Harpprecht am Mittwochabend bei der Preisverleihung anlässlich der Frühjahrstagung der Landessynode in Bad Herrenalb.

Den Katechismus-Preis erhält zum einen Wilfried Härle, emeritierter Professor für Systematische Theologie an der Universität Heidelberg. Sein im traditionellen Frage-Antwort-Schema gefasster Katechismusentwurf bringe „mit klaren, einfachen Worten auch Nichttheologen zum Nachdenken über den christlichen Glauben“, würdigte Schneider-Harpprecht. Ein anderes Konzept verfolgen dagegen die poetischen Fragmente von Traugott Schächtele, Prälat der badischen Landeskirche für Nordbaden. Unter dem Titel „verdichtet leben – anmerkungen und anfragen eines zeitgemäßen katechismus“ lasse der poetische Zugang „das allzu Bekannte in einem neuen Licht erscheinen“, heißt es in der Laudatio.

Die Landessynode der evangelischen Landeskirche tagt noch bis zum Samstag (12.4.) in Bad Herrenalb.

6 Gedanken zu „Katechismus heute

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  3. Was soll ein Katechismus? eine kurze Zusammenfassung des (christlichen) Glaubens als Grundlage des Unterrichts, der Ausbildung von Religionslehrern, für die Erwachsenenbildung, für jedes Haus, für Gesprächsschulung usw.
    Dazu sind beide preisgekrönten Entwürfe nicht geeignet.
    Schade, dass beide den badischen Katechismus von 1929 (überarbeitet vor einigen Jahren) anscheinend nicht zur Hand hatten: der ist in der Verbindung mit Bibelstellen, biblischen Lesestücken, Liedern und aktuelleren Fragen als z.B. der Heidelberger oder kleiner Luther kürzer und brauchbarer als all die vielen Katechismen der letzten Zeit und pädagogisch brauchbarer. Aber passt nicht in eine Zeit, in der jeder alles neu erfinden muß.
    Und: wie geht es weiter mit dem „Katechismus“? – werden die beiden ausgezeichneten Entwürfe genau so vergessen werden wie der vor vielen Jahren prämierte Entwurf von Pfr. Heinzelmann?
    Und: was gilt in der Bad.Landeskirche als Lehrgrundlage – doch im Ernst weder der Kleine Luther und der Heidelberger Katechismus? Werden sie im Unterricht und Gottesdienst (gemeinsam!) gelesen – obwohl sie im Gesangbuch stehen?

    • Sonderbar, dass auf meine doch ziemlich groben Fragen keiner antwortet? – Wer interessiert sich eigentlich noch für das was in unserer Landeskirche gelehrt wird? –
      Was ist grundlegend? Die Bekenntnisschriften (gerade neu gedruckt), „Leitsätze“, „Kirchenkompaß“ spielen im kirchlichen Alltag, Sonntagsgottesdienst, Religions-und Konfirmandenunterricht, in Erwachsenenbildung oder Akademie keine Rolle?

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