Rogate, 21. Mai 2017, Lukas 11, 5-13

Beten (lateinisch rogate) ist das Thema des Sonntags.

Die Brieflesung (1.Timotheus 2,1-6) sagt das: „vor allem“ – 1. Bitte, 2. Gebet (Lob Gottes!), 3. Fürbitte, 4. Dank. – Und das für alle Menschen und auch für die Präsidenten und Regierungen. Die haben es besonders nötig.

Das sagen und schreiben die Bischöfe und der Papst bei jeder Gelegenheit.

Das wird auch beim Kirchentag in Berlin und Wittenberg getan werden. Bei allem Gedenken an Martin Luther. Dessen Lied „Verleih uns Frieden gnädiglich ..zu unsern Zeiten“ am Schluss jeden Gottesdienstes gesungen werden sollte. Wie wir jeden Freitag um 12 Uhr mit vielen Kirchen in der Welt wegen der Zerstörung Coventrys 1940 mit dem „Nagelkreuzgebet“ um Versöhnung beten. 

Betet so wie Jesus mit dem Gleichnis Lukas 11, 5-13 auffordert: Ungeniert und dringlich!

Nicht nur, wenn wir kein Brot haben und wenn es uns schlecht geht. „Not lehrt beten“ sagt ein Sprichwort. Gewöhnt euch an auch zu beten, wenn es euch gut geht, ihr Gutes zu essen vor steht, ihr Schönes erlebt habt oder wieder gesund geworden sind 

In Matthäus 6 Vers 5ff steht mehr über das Gebet. Es braucht nicht viele Worte. Keine langen Gebete aus Büchern, wie sie auch in der Zeit Jesu bis heute bei den Juden und in manchen Kirchen üblich sind. Auch keine Schilderungen der Zustände und eurer Gefühle: Gott kennt die Probleme. Es tut uns gut, auszusprechen, was uns bewegt oder darüber nachzudenken oder zu meditieren. Auch in der Stille und allein und bei der Arbeit und unterwegs. Beten ist nicht nur eine Sache des Pfarrers. Jeder Christ soll und kann beten. Das war Martin Luther auch wichtig und das war damals neu. So schrieb er eine Anleitung zum Beten an seinen Friseur Peter. Für mich ein wichtiges Büchlein.

Seid immer in Verbindung mit Gott. Wie die jungen Leute immer ihr Handy eingeschaltet lassen. Nicht nur für den Notfall!  

Gewöhnt euch das Beten an! Das Vaterunser ist dazu gut. Macht auch mal nach jeder Bitte eine Pause.

Oder lernt ein Gebetslied wie „Jesu geh voran“ oder „So nimm denn meine Hände“ auswendig.

So bete ich jetzt auch für Euch alle. Dass Ihr gesund bleibt, dass Ihr aufeinander hört, miteinander betet und feiert und Euch gute Gedanken aus der Bibel weiter sagt. 

Die Christenheit betet in der kommenden Woche für die Menschen in Malawi und Sambia und dazu für Frieden in der Ukraine, Syrien und Südsudan.

 

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