Meine Frage

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180 Gedanken zu „Meine Frage

    • Kirche hat die Aufgabe öffentlich zu sagen, dass wir Menschen uns nicht nur um uns selbst drehen müssen. Leider tut sie das selber viel zu oft: das Um-sich selbst-Drehen

    • Das hängt stark an der jeweiligen Konfession. Aktuell steht die katholische Kirche näher an der Quelle des Christentums (Bibel, Kirchengeschichte, Ökumene) Die evangelische Kirche steht ganz nah bei den postmodernen Menschen – und entfernt sich gerade von der Quelle.

    • Die Institution Kirche leistet wertvolle Sozial-, Bildungs- und Kulturarbeit. Das Geld, das dafür ausgegeben wird, ist ganz überwiegend gut angelegt. Allerdings halte ich die genannten Bereiche nicht für den Kern von Kirche, sondern für ihre Peripherie.

      Der Kern ist Glauben, Verkündigung und Gottesdienst. Leib Christi sein. Dieser Kernbereich und die Anzahl der Menschen, die ihn mittragen, ist in den letzten hundert Jahren sehr viel kleiner geworden und schrumpft anscheinend weiter.

      Dieser Kern ist relativ zur Gesamtbevölkerung viel zu klein, um eine quasi-staatliche, teilweise parallel zum Staat arbeitende Institution Kirche zu begründen. Die Kirche sollte deswegen die nicht zum Kern gehörenden Bereiche und die Finanzströme dafür geordnet innerhalb von 20 Jahren an den Staat übertragen und in einer freikirchlichen Struktur weitermachen.

      • Ist der Begriff „Leib Christi“ nicht umschreibbar? Hat er nicht in der heutigen Zeit einen negativen Touch bekommen?

        • „Der Leib Christi bezeichnet die universale christliche Gemeinde, worüber Jesus Christus als Haupt gesetzt ist“ (Wikipedia). So kann man es umschreiben.

          Aber Leib Christi ist nun einmal auch ein Fachbegriff, und keine Disziplin schreibt ihre Fachbegriffe um wegen kurzfristiger Moden.

    • Frage: „Gemeinsame Verantwortung für eine gerechte Gesellschaft“: Wer wagt zu dem Papier des Rates und der rkath.Bischofskonferenz Stellung zu nehmen? – Z.B. wer sagt etwas zu der „gemeinsamen Verantwortung für gerechte Kirchen?“ – das ist doch die Aufgabe der Bischöfe?

      • Ich musste erst einmal nachsehen, was „to channel“ in diesem Zusammenhang überhaupt bedeutet. Als Formulierung im Zusammenhang mit der Bibel habe ich das noch nicht gehört oder gelesen, in der Sache ist das aber wohl ein alter Hut und läuft unter der Bezeichnung „Verbalinspiration“.

    • Erstmal definieren, was Sie unter „Kirche“ verstehen?
      Als „Institution“ haben die Kirchen die Aufgabe, Gemeinden zu unterstützen.
      „Die“ Kirche ist keine Institution, sondern die Gemeinschaft der Glaubenden nach dem Glaubensbekenntnis.
      Wo zwei oder drei in Seinem Namen versammelt sind, da ist Kirche! (Matthäus 18,20)

    • Dass einige Änderungen nötig sind, nachdem von der Reformation vor 500 Jahren viel geredet wurde.
      Zum Beispiel: Mitgliederkirche statt „Körperschaft öffentlichen Rechts“ in Fortsetzung der staatskirchlichen Traditionen?

    • Hey zuerst mal nette Frage 😀
      Also meiner Meinung nach hat die Kirche in der heutigen Zeit schon Bestand, denn sie hat so etwas Altertümliches das sie zu etwas Besonderem macht. Auch wenn man nicht so gläubig ist ( ich bin es auch nicht, das gebe ich offen zu ) gibt es doch Dinge in meinem Leben die einfach mit Kirche verknüpft sind und auf die ich nicht verzichten will ( z.B. eine kirchliche Hochzeit usw. ). Aber durch die Ausbreitung der Kirche im Internet sehe ich dieses „Altertümliche“ etwas in Gefahr. Wie seht ihr das? Ich bin für ale Meinungen offen

    • Die Institution Kirche stammt aus einer Zeit als die Menschen die Erde für den Mittelpunkt des Universums hielten. Vorbei.
      Die Institution Kirche wurde benutzt, um den Herrschenden den Schneid abzukaufen: „Da ist jemand über dir“. Vorbei.
      Die Institution Kirche wurde erfunden, um den Menschen Geld aus der Tasche zu ziehen: „Sobald das Geld im Kasten klingt…
      Leider nicht vorbei. Auch heute noch wird dem armen Schwein das Geld aus der Tasche gezogen, damit der Papst im Hubschrauber in seine Sommerresidenz fliegen kann. Also: nicht Gott hat den Menschen geschaffen, sondern der Mensch hat Gott geschaffen

      Nun kämpfen Christen, Muslime und andere um Marktanteile. Wenn notwendig mit Krieg (heute Terror, früher Kreuzritter). Das bringt Macht und Geld. Und deswegen: du sollst keinen anderen Gott haben neben mir – ich will ja nicht teilen. Und es führt zu Mord. Sieh zum Beispiel auf den Scheiß-Bibelgürtel in USA. Morden im Namen der Herrn ist allgegenwärtig bei den Doofen und auch die Devise des Ku Klux Klan.

      Und wenn es einen Gott gäbe, wäre er ein Ehebrecher (Josef!!) Er wäre ein Dilettant (Hitler, Stalin, Alexander „der Große“ Völkermörder). Was ist daran „allmächtig“?

      Und er ist mitleidlos: Unfall, krebskrank, Depression usw.

      Meine Frage: was soll der verlogene Scheiß?

      • Genau. Was soll der verlogene Scheiß? Befreien wir uns von diesem angeblichen Gott, dann wird der Mensch endlich die Zügel in die Hand nehmen und nicht Millionen Menschen töten, in Elend treiben, die Erde verseuchen und die Ungerechtigkeit würde endlich ein Ende haben!

        Glauben Sie tatsächlich daran? Ist niemand über dem Menschen, wird es noch schlimmer. Dann wird er sich überheben. Er wird dann wieder einmal scheitern, woran er aber bis zuletzt nicht glauben wird.

        Ich stimme Ihnen zu, dass es so aussieht, als habe der Mensch Gott erschaffen. Der ganze Machtmissbrauch der Kirche führte dazu. Aber schauen Sie sich die DDR an, schauen Sie sich die Nazis an, die Sowjetunion, die französische Revolution. Da waren keine christlichen Oberhäupter, und es war schlimmer als je zuvor.

        Wenn die Kirche zu ihren Ursprüngen zurück kehrt, werden Sie sich wundern. Vielleicht können Sie dann plötzlich erkennen, dass doch zuerst Gott da war…

      • Was soll diese Ansammlung vulgär atheistischer Phrasen? Möglicherweise stecken ein paar ernsthafte Fragen dahinter, aber so lange die dermaßen in Beleidigungen und Anwürfe auf unterem Niveau verpackt sind, ist es niemandem zuzumuten, darauf zu antworten. Wenn Sie aber nur Selbstgespräche führen wollen, warum schreiben Sie dann?

      • Und warum gibt es den Urknall? Und ist mit ihm die Zeit entstanden? Und wenn es Gott „gibt“, in welcher Zeit oder Nicht-Zeit befindet er sich?

        • In dem schönen Lied „Großer Gott, wir loben Dich“ lautet eine Zeile „wie Du warst vor aller Zeit, so bleibst Du in Ewigkeit“.
          „Vor aller Zeit“, dazu muss man wissen, dass „unsere Zeit“, mit der wir rechnen, mit dem Urknall vor ca. 13,5 Milliarden Jahren begann und vorher keine „Zeit“ in unserem Sinne bestand, also Gott schon vor aller Zeit da war. Auch wenn das All an das „Ende der Zeit“ kommt, wird dies erst sehr viel später als 10 hoch 100 Jahre sein, eine unvorstellbar große Zahl.
          Gott befindet sich m. E. in keiner Zeit, er war schon immer da und wird auch immer da sein, ob nun ein All, wie das unsere, jetzt besteht oder nicht.

    • Die Frage ob die Welt durch den Urknall oder durch Gott erschaffen wurde ist schwierig. Meiner Meinung nach hat die Wissenschafft mit der Begründung durch den Urknall recht, denn diese klingt weit plausibler, als die annahme, dass Gott die Welt erschaffen habe. Jedoch kann jeder selbst entscheiden, was er glaut und was nicht.

      • Die Frage, ob die Welt durch den Urknall oder durch Gott erschaffen wurde ist m. E. nicht schwierig, wenn man mal überlegt, dass der Urknall doch durch wen oder etwas ausgelöst wurde. Aus sich heraus ist er bestimmt nicht entstanden. „Aus Nichts kommt Nichts“, so sagt der Volksmund, und der hat doch in den allermeisten Fällen Recht. Woher sollen die großen Mengen an Gasen und daraus Materien stammen, die seit dem Urknall vor ca. 13,5 Milliarden Jahren das All bildeten? Da muss doch eine schöpferische Hand tätig gewesen sein, die all das zustande kommen lies, nämlich Gott.
        In den 60er Jahren des vorherigen Jahrhunderts formulierte man vorsichtig, dass das All ab dem Urknall ca. 80 Milliarden Jahre bestehen könnte, wovon jetzt 13,5 Milliarden Jahre vergangen sind, also noch rund 65 Milliarden bevorstehen. Die „Schleuderkraft“ des Urknalls soll so ca. 40 Milliarden Jahre dauern, um an den höchsten (niedrigsten) Punkt zu kommen, dann würde wieder alles in ca. 40 Milliarden Jahren langsam zusammenfallen, so dass sich alle Materie wieder an einem Punkt ansammelt und ein neuer Urknall entstehen könnte.
        So, die Theorie, könnte es auch vor „unserem“ Urknall gewesen sein, so dass unser All jetzt möglicherweise aus den Trümmern eines früheren Alls entstanden wäre.
        Beweisen kann das niemand, aber heute weiß man, dass das „Ende der Zeit“ unseres Alls erst sehr viel später als 10 hoch 100 Jahre kommt. Das ist eine unvorstellbar große Zahl. Für Wesen wie uns wird aber natürlich sehr viel früher ungemütlich.

    • Glaubst du an das, was die Bibel berichtet, dann hat Gott für dich die Erde erschaffen.
      Glaubst du an die Wissenschaft so entstand die Erde durch den Urknall.
      It’s your turn!

    • Physikalisch durch den Urknall. Aber woher kam dieser? Die Schöpfungsgeschichte ist nicht als wissenschaftliche Erkenntnis zu verstehen.

    • Beides. Der Glaube an die Schöpfung antwortet auf eine andere Frage als die naturwissenschaftliche (Erklärung) Urknalltheorie!

    • Mal ganz nüchtern, sofern ein Geistwesen dieses irdische Chaos, insbesondere den Mensch, erschaffen hat war es auf jeden Fall ein bedeutender Dilettant !!

      • Wenn Du den Glauben geschenkt bekommen hast, wirst Du Gott erfahren. Deine Frage ist so allgemein („man“) nicht zu beantworten. Du hast aber die Chance, diese Frage für Dich mit „ja“ beantworten zu können: Bitte Gott darum, dass er Dir den Glauben schenkt.

    • Ich denke schon. ich erfahre Gott zum Beispiel in zwischenmenschlichen Begegnungen. Auch das Gebet ist für mich ein Moment, in dem Gott spürbar wird. Immer, wenn ich mich von ihm berühren lasse. ist er da. Dazu helfen Lieder, Bibeltexte, Gebete.

    • Ja, durch das Handeln meiner Mitmenschen.
      Durch genaues Hinsehen / Spüren in mir unerklärlichen Situationen
      Durch Gefühle / Stimmungen / Gespräche, die mich in meiner Kirche beheimaten

      • Warum muss man für seinen Glauben Kirchensteuer bezahlen? und was macht die katholische Kirche mit ihrem ganzen Vermögen? sollte dies nicht lieber an arme Menschen in Afrika gehen oder als Hilfe in Kriegsgebiete verwendet werden?

        • „Man muß“ keine Kirchensteuer für seinen Glauben bezahlen, da die Zugehörigkeit zur Kirche und damit die finanzielle Unterstützung, anders als im Islam, freiwillig sind. Wer sich an ihren wichtigen Aufgaben in dieser Welt (Armenfürsorge, Kinderbetreuung, Altenpflege etc.) partou nicht beteiligen will, dem kann der christliche Glaube, der dieses fordert, nicht wirklich etwas bedeuten., wobei z.B. von keinem Arbeitslosen ein Kichensteuerbeitrag gefordert wird! Die Kindertagesstätten beispielsweise müssen hierzulande immer weiter vom Staat subventioniert werden, weil den Menschen Gott nichts mehr bedeutet, sie der Kirche den Rücken kehren und weil ihr damit auch nach und nach das Geld ausgeht. Wenn aber jeder nur noch sich selbst der Nächste ist, dann ist eine Gesellschaft irgendwann im Kern nicht mehr christlich, höchstens noch dem Namen nach. In einer solchen Gesellschaft möchte ich nicht leben! Wenn ein Christ seiner gesellschaftlichen Verantwortung nicht nachkommt, ist er ein Egoist und nicht besser als seine Zeitgenossen. „Was die katholische Kirche mit ihrem ganzen Vermögen macht?“ Sie hat unterm Strich nicht mehr Vermögen, als dies bei den Protestanten in Deutschland der Fall ist. Ausgegeben wird das Geld für die oben genannten laufenden Kosten und außerdem für Gehälter der Angestellten, Miet- und Erhaltungskosten von Kirchen etc. Als Vermögen kann man dies nicht bezeichnen. So hat z.B. der alte Kölner Dom nur einen Vermögenswert von 30,00 Euro. Die Erhaltungs- und Restaurierungskosten des denkmalgeschützten Gebäudes gehen aber in die Millionen und können von der Kirche selbst gar nicht finanziert werden, weshalb sie ihre Mitglieder ständig um Spenden bitten muß und bittet… Unabhängig davon tut niemand so viel für die Entwicklungshilfe in anderen Ländern wie die Kirche. Ohne sie würde es nicht nur in Indien, Afrika und anderswo noch viel furchtbarerer zugehen, als es ohnehin noch immer der Fall ist. Frage einmal die Frauen und Kinder in Indien danach, denen Mutter Teresa dort zusammen mit ihrem Orden geholfen hat. Sie haben Menschen vor dem Verhungern gerettet, Leprakranke von der Straße eingesammelt, an denen andere einfach vorbeiliefen, sie betreuen bis heute Kranke und Kinder und bilden Frauen in Berufen wie den der Näherin aus usw. Diese Menschen werden Dir erzählen, wie die Situation dort bis heute ohne die Kirche aussehe, „denn, wer seinen Bruder in Not, z.B. ohne das tägliche Brot sieht, und ihm nicht hilft, in dem kann unmööglich Gottes Liebe verbleiben.“

    • Man ist Christ, auch wenn man nicht in die Kirche geht.
      Ob man Christ ist oder nicht, liegt ganz alleine an deinem eigenen Glaube.

        • Albert Schweitzer wird folgender Spruch angedichtet: „Auch wenn ich eine Stunde in der Garage stehe, werde ich dadurch nicht zu einem Auto. Wieso sollte ich zum Christen werden, wenn ich eine Stunde in der Kirche stehe?“

    • Nein, ich denk nicht, da man auch an Gott glauben kann ohne in die Kirche zu gehen. Es heißt ja nicht gleich das du an Gott glaubst wenn du in die Kirche gehst.

  1. Warum muss Glaube immer mit Konflikten einher gehen? Weil jeder glaubt, seinen eigenen verteidigen zu müssen.
    Wenn alle Menschen auf der Welt an ein und dasselbe glauben würden, würde das dann den Weltfrieden bringen?

    • Nein, jeder hätte zwar den selben Glauben aber nicht die selben Ziele und Zukunftsvorstellungen. Jeder möchte sein Bestes erreichen und versucht das häufig mit allen Mitteln, die dazu notwendig sind. Somit kann man Konflikte nur mit dem selben Glauben nicht umgehen.

  2. War es notwendig, dass der christliche Glaube sich in Europa ausbreitete? Waren die Götter vor unserem „aktuellen“ Gott nicht gut genug?
    Warum mussten so viele zum christlichen Glauben gezwungen werden und konnten ihn nicht für sich selbst finden?

    • Vielleicht wurden gar nicht so viele „gezwungen“? Vielleicht haben manche einfach die Erfahrung gemacht, die auch heute noch viele machen: Gott ist für mich da.

      • Wie peinlich, daß es in Eurer Mythologie nur ein Böses, dafür jedoch viel Gutes als Gegenspieler braucht. Seit wann muß sich denn Licht vor der Dunkelheit fürchten?

        • Engel kann man sich als Dienstboten Gottes vorstellen. Sie haben keinen eigenen Auftrag und keine eigene Macht.

          http://deborrah.blog.de/2013/01/31/engel-unpopulaere-betrachtung-15487203/

          Der Teufel, das Satanische steht für das Böse an sich. Es steht für die Versuchung, den Versucher in einem selbst, die Versuchung durch einen anderen Menschen, durch das Vorgauckeln falscher Wahrheit in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Werbung, Medien, die den Menschen verführt und auf Abwege lenkt, die ihn nicht mehr erkennen lässt, was Gut und Böse ist. Was in der Welt, in Syrien und Ägypten gerade passiert und die mediale und realpolitische Reaktion weltweit ist ein gutes Beispiel hierfür. Das vermeintlich Gute entpuppt sich am Ende nur als das oberflächlich gesehen Gute, als nichts als gut getarnter Trug.

          http://lieber-luther.blog.de/2013/08/04/top-wette-gilt-lucifer-hiob-16289487/

          Engel und Teufel (Satan, Lucifer, Versucher, das Böse) sind kein Gegensatz, sondern völlig unterschiedliche Bilder um das Göttliche zu veranschaulichen. Jedes Bild steht für sich selbständig. Ohne Bilder ist nichts zu vermitteln, gibt es keine Botschaft, egal ob es Religion oder Wissenschaft ist. So funktioniert Sprache.

          Das Gute, Gott, das Licht, die Liebe siegt am Ende, weil alles von diesem Ursprung ausgeht und am Ende wieder mit diesem Ursprung verschmilzt und das Böse im Guten aufgeht.

          Das Wissen davon ist keine Wissenschaft, sondern inneres Wissen, geboren aus dem inneren Licht, dem Glauben.

    • Damit Du das nicht tust, hat sich der alte ein Verbot ausgedacht. (Du sollst Dir kein Bild machen …). Was’n Heini, wenn er solche Verbote braucht um seine Macht (über Dich) zu erhalten. Dabei ist der Mensch doch ein Bilderwesen – und je mehr er sich etwas vorstellen kann, umso lieber hat er es.

      • Man soll sich zwar kein Bild von Gott machen, aber du kannst dir Gott als gütigen Vater vorstellen, der immer für dich da ist auch wenn du ihn nicht siehst.

      • Wir machen uns alle Bilder von Gott. Aber wir Menschen haben die Eigenheit, unsere eigenen Bilder vor uns herzutragen und auszurufen „das ist Gott“ – der Schritt, dann auf das Bild des anderen zu zeigen „und das ist nicht Gott“ ist nur klein. Gerade weil wir Bilderwesen sind verwechseln wir unsere (begrenzten) Bilder zu schnell mit der (umfassenden) Wahrheit.
        Und davor soll uns das Bilderverbot bewahren. „Du sollst Dir kein Bild machen … weil ich jederzeit und überall genau so und auch genau das Gegenteil von dem sein kann und werde was du dir vorstellst.“

    • Schau Dir das Schönste auf der Welt an – Gott ist unendlich schöner. Sieh den liebenden Blick eines Freundes -G ott schaut Dich unendlich liebevoller an. Bemerke, wie Dir jemand aus ganzem Herzen verzeiht – Gott verzeiht Dir unendlich oft!

  3. Hey ihr,
    hab mal ne frage wie steht ihr zu gewaltsamen Videospielen?
    ich finde man sollte sich als bekennender Christ nicht schämen solche spiele zu spielen weil ja auch in der Bibel nicht gerade wenige Menschen fallen?
    Grüßle 🙂

    • Es ist wohl auch hier eine Glaubenssache, aber bestimmt wird dein Knie wieder heilen. Früher oder später. Das Beten kann dir Hoffnung und Vertrauen in deinen Körper geben.

    • Nenn’ es beten oder hoffen: es ist eine sich selbsterfüllende Prophezeihung. Je psotitiver, desto schneller werden die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert. Also ja: Glaub’ dran und bete – oder wie auch immer Du die positive Selbstbeeinflussung nennen magst.

    • Beten hilft auf alle Fälle. Du kannst auch andere bitten für dich bzw. die Heilung deines Knie´s zu beten.
      Ich habe schon öfter die Erfahrung gemacht und auch von vielen Menschen gehört, dass es hilft.

  4. Jetzt mal Schluss mit den ganzen Spaskommentaren! Finde ihr es nicht auch seltsam, dass in der Bibel mehr Menschen von Gott getötet werden als vom Teufel?

      • Rotkäppchen und seine Großmutter haben in dem Magen eines Wolfes überlebt, Dornröschen lange geschlafen, aber nicht mal 100 Jahre Schlaf haben ihr geschadet, Rapunzel hat am Ende geheiratet und Schneewittchen und den Sieben Zwergen ging es am Ende auch relativ gut.
        Ich finde so schlecht ist die Bilanz von „Gut siegt über Böse“ gar nicht. Zumindest in den hiesigen bekannten Märchen.

    • In der Bibel geht es ja auch zu 99% um Gott und seine Geschichte mit den Menschen. Aber eine Bilanz hab ich jetzt auch nicht aufgemacht, wie viele Menschen in den biblischen Geschichten von Gottes Hand oder der Hand anderer Menschen sterben. Der Teufel ist ja nur eine Randfigur in diesem Buch aus Büchern (spontan erinnere ich nur die Versuchung Jesu in der Wüste).
      Schon mal gezählt, wie viele Menschen von Gotteshand Leben erhalten haben? Und wie viele vom Teufel?

    • Leider neigen wir Menschen dazu, erst an uns zu denken. Mit dem gegenseitigen Gönnen können haben wir’s nicht so. Ich halte Armut auf der Welt daher überwiegend für ein menschliches, menschengemachtes Problem.

    • vorsichtiger Antwortversuch:
      Was verstehen wir bei solch einer Frage (und überhaupt) unter „Gott“? Mit Dietrich Bonhoeffer (googeln!) verstehe ich’s so:
      Gott kommt uns nicht „allmächtig“ und willkürlich daher (Dauer-Mißverständnis seit ewig/heidnischen Zeiten…). Im Gegenteil: er teilt mit uns solidarisch Ohnmacht/Leiden/Absurdität im Leben. „Wo ich bin ist (neu verstanden!)auch Gott“ hören wir seit Jesu Reden/Tun/Auftreten von ihm. Jesu Leben/Wirken/Passion (Leiden mit, für und neben uns an der Seite) zeigt uns dieses neue Verstehenkönnen von einem „ganz anderen“ Gott. Im Absurden, auch im Leiden findet ihr immer mich mit. Ich bin euer „Gesell“ mittendrin.
      Jedes andere Verstehen von „Gott“ ist für mich (sehr verständlich allerdings) gut heidnisch wie einst bei Griechen, Römern, Kelten, Naturreligionen usw. Bonhoeffer sagt das s o in einem seiner Gedichte (Christen und Heiden):
      „Menschen gehen zu Gott in ihrer Not, flehen um Hilfe, bitten um Glück und Brot, um Errettung aus Krankheit, Schuld und Tod, so tun sie alle, alle, Christen und Heiden.
      Menschen gehen zu Gott in Seiner Not, finden ihn arm, geschmäht, ohne Obach und Brot, sehn ihn verschlungen von Sünde, Schwachheit und Tod. Christen stehen bei Gott in Seinem/n Leiden. (3.Strophe googeln)
      Gutes Nach/Weiter/Mitdenken! Antworte gerne wieder.

      • Wieso, heisst es im Glaubensbekenntnis:Ich glaube an Gott, den allmächtigen Vater.. Also ist Gott allmächtig! Sieht aber nicht so aus ;)).

    • Liebe/r Frager/in,
      ich pflege auf diese immer wieder gestellte Frage so zu antworten (egal, welches Lebensalter):
      – Vertrauen: woher/wodurch kann ich das (immer wieder) haben/bekommen? Jede Quelle, die dazu verhilft, gilt! Täglich kann mein Vertrauens-Pegel verschieden aussehen. Heute anders als gestern, aber auch anders als vielleicht morgen. (Vertrauen pegelt und darf das…)
      – Neugier: kann ich neugierig sein/bleiben/werden auf das was kommt, egal was ich darüber wissen/nichtwissen kann?
      Ich für mich persönlich hoffe täglich/stündlich auf meine „nötige“ Portion Vertrauen+Neugier. Damit bin ich einverstanden/zufrieden. Gutes „Pegeln“! Ich versuch gerne weiter zu antworten.

    • Mit 84 Jahren kann ich es ruhig abwarten. Wegen der Auferstehung Jesu hoffe ich auf neues Leben. Das ganz anders sein wird. Auf-und anregend war Buch, Reden und Filme von Prof. Niemz, (Physiker) „Bin ich, wenn ich nicht mehr bin?“(Kreuzverlag). der durch Nahtoderfahrungen angeregt wurde, mit den neueren physikalischen Theorien über ein neues Leben im Licht und der Liebe, die bleibt, nachzudenken.

  5. Warum hat Gott die Offenbarung nicht allen Menschen gleichzeitg und direkt offenbart? Stattdessen überlässt er es einigen wenigen Menschen, die nur einen kleinen Teil aller Kulturen repräsentieren.

    • Wer ist Christus für uns heute oder was ist Christus für uns heute? Die Frage nach dem wer scheint mir wie die Frage nach Gott. Dieser ist nicht benennbar, mit unserem begrenzten Verstand nicht fassbar.

      Eher zu beantworten ist die Frage, was ist Christus für uns heute noch? Christus ist für uns noch derselbe wie vor 2000 Jahren, wie vor 80 Jahren für Bonhoeffer. Gerade mit Blick auf Bonhoeffer zeigt sich, was Christus für uns sein kann. Es ist immer ein kann, weil man ihn auch annehmen muss. Man hat die Wahl und muss sie selbst treffen. Man muss entscheiden, wie weit man sich selbst von Gott treffen lassen will. Da ist jeder ganz persönlich gefragt. Jeder muss Christus und dem Ruf, der von ihm erfolgt, selbst hören und ihm nachfolgen. Das nimmt uns Gott nicht ab.

      Die Entscheidung lässt sich nicht mit dem Verstand oder Intellekt treffen, das muss jeder in sich fühlen. So wie Bonhoeffer. Dietrich Bonhoeffer hat sich, mit festem Blick auf Jesus wie Jesus vollständig in den Dienst der Nachfolge gestellt. Mit vollständigem Einsatz, ohne Wenn und Aber, bis zur letzten Konsequenz.

      Leicht ist ihm das auch nicht gefallen. Er hat sehr gekämpft, mit sich, mit seinem theologischen Anspruch, mit der realen Lebenswirklichkeit, mit dem Verlust von allem, was ihm lieb und teuer war, mit Gott. Letzten Endes war für ihn das Hören entscheidend, der Ruf, den er tief in sich vernommen hat. Hinter diesen hat er jegliche Vernunft, jeglichen Stolz, jegliche Theologie zurückgestellt. Er hat sich in Demut gefügt. Es hat ihn zu einem gesellschaftlichen Abstieg sondergleichen geführt. Von hoch privilegiert und anerkannt bis zum Galgen. Er ist gegen jegliche Vernunft aus USA zurückgekehrt, obwohl er wusste wohin es führen würde. Er hat gehört und ist gefolgt. Danach war ihm leichter, weil er wusste, das ist der Weg, den er gehen musste. Das heißt: Mein Joch ist leicht. Er hat sogar den Rubikon überschritten und sich in den Dienst des Tyrannenmordes gestellt, aber erst, als er das in sich als seine Aufgabe vernommen hat. Dann ist er diesen Weg gegangen, bis zum Ende. Der Stürmer und Dränger, der Begnadete, musste dabei vor allem Demut lernen.

      Der Weg zu Gott führt nur über Christus, in seiner Nachfolge, in seine Nachfolge. Christus hat uns das vorgemacht, er ist als erstes diesen Weg bis in die letzte Konsequenz gegangen. Bonhoeffer hat das verstanden und ist ihm mit Konsequenz nachgefolgt. Diese Vorgängerrolle, der Erste zu sein von vielen, die nachfolgen, ist unverändert. Dies zu tun, liegt an uns.

      Der Weg, dem es nachzufolgen gilt, ist ganz persönlich, für jeden individuell. Er kann ganz unspektakulär sein, in unseren eigenen Augen völlig unbedeutend. Gottes Maß ist nicht menschliches Maß. Jeder hat eine ganz persönliche Gottesbeziehung, die zu gestalten an jedem selbst liegt. Wohin man geht, ist nur in Zwiesprache mit Gott auszuloten. Seiner Führung heißt es vertrauen. Das heißt auch, dem Wissen, das man in sich verspürt, vertrauen, vor allem in der Anfechtung und in der Wüste. Felsenfest zu stehen, selbst wenn man in Tränen aufgelöst ist, dem Licht in sich zu folgen, selbst wenn alles um einen und in einem finster ist.

      Was ist Christus für uns heute? Er ist unverändert der, der uns vorangeht und der uns jeden Tag auffordert, ihm nachzufolgen. Wenn wir zu schwach sind oder fallen, rastet er mit uns, pflegt uns und hilft uns nach einer Erholungspause wieder aufzustehen. Auch wenn wir zwischendrin hadern und trotzig sind wie ein kleines Kind, er ist geduldig mit uns und bringt uns wieder auf den Weg. Dietrich Bonhoeffer hat das gewusst, ich weiß das. Christus gibt Sicherheit. Das ist Erfahrungswissen. Auch heute noch.

      • Danke für diese ausführliche und, wie ich finde, sehr gute Antwort. Trotzdem kann man heute nicht mehr an der Frage nach dem Wer vorbeigehen. Bonhoeffer hat sie sich ja auch gestellt, Jahre nachdem er die ‚Nachfolge’ geschrieben hat, und als er schon die Konsequenzen seiner Nachfolge zu tragen hatte. Gerade, wenn viele Menschen das religiöse a priori, wie Bonhoeffer es nennt, nicht mehr haben, muss man weiter vorne anfangen. Und wenn Jesus Christus das Gegenbild zu einem abstrakteren und fernen Gott sein soll, hilft es nicht weiter, wenn man Christus jetzt auch immer mehr abstrahiert.

        Also wer ist Christus für uns heute? Der Erlöser – in einer seit 2000 Jahren fortgesetzt unerlösten Welt -, der Pantokrator – sehr schön z.B. ins Bild gesetzt in Maria Laach, aber doch zu viel in Richtung weltliche Macht gedacht –, der Richter, der Messias, der, der die Menschen von ihren Dämonen befreit (vgl. Nagib Machfus), der Kumpel, der Sozialrevolutionär, ein Genie der Menschlichkeit, aber nicht ganz von dieser Welt, ein z. T. unerträglich verkitschtes Folteropfer, die Hauptfigur eines Sado-Maso-Films (vgl. Mel Gibson), der Mensch für andere (vgl. Bonhoeffer), ein Prophet, ein Lehrer, ein Wunderheiler, der spirituelle Führer des Westens (vgl. Richard Rohr), ein Psychotherapeut? Eine Mischung von all dem? Etwas ganz anderes? Welche Rolle spielt der historische Jesus? Ist der überhaupt unser Jesus Christus, oder ist es der, den die biblischen Autoren daraus gemacht haben? Darf sich jeder seinen Christus aussuchen? Ich bin mit diesen Fragen noch nicht fertig.

        • Ich befürchte, ohne Abstraktion geht es nicht.

          Pfingsten und die Taufe hat die Erkenntnis in Form des Geistes über uns gebracht. Geist ist nicht anfassbar und nicht direkt sichtbar. Da Jesus als Mensch sterblich war, so oder so, war eines seiner Hauptanliegen, den Menschen zu erklären, dass sie sich nicht an Menschen und menschliche Bilder hängen sollen, sondern an den unsichtbaren Gott. Dafür stand er – für eine Weile – als sichtbares Zeichen und um es uns zu erklären.

          Es ist gerade das Wesen des Glaubens, an den zu glauben, den man nicht sieht, ohne Bild. Das kann auch gar nicht anders sein, denn Gott ist nicht in menschlichen Bildern zu fassen. Jesus war der Vermittler dieser Botschaft.

          Deshalb hat er uns ein explizit nicht menschliches Bild hinterlassen. Das einzige Anfassbare, das er uns hinterlassen hat, ist Brot und Wein, das Abendmahl. In Brot und Wein ist er vergegenwärtigt, aber eben nicht in Menschenform und mit menschlichen Zügen. Dennoch oder gerade deshalb ist er allgegenwärtig. Weil sein Geist gegenwärtig ist, auch wenn er nicht körperlich anwesend ist.

          http://lieber-luther.blog.de/2013/03/09/brot-15609623/

    • BadischSibirien via Twitter sagte am 4. September 2013 um 07:18 :

      “Wer sagt denn ihr, dass ich sei? Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!” (Mt 16)

  6. Warum gibt es im Drop-Down-Menu für die Sprachen nicht auch
    die russische Sprache?
    Soweit ich weiß, leben in Baden sehr viele gläubige Russlanddeutsche,
    die nur mangelhaft Deutsch, dafür aber sehr gut Russisch schreiben können.
    Könnte man nicht, um auch diesen Mitmenschen die Möglichkeit zu geben,
    sich an dem Glauben_2017-Forum zu beteiligen, die russische Sprache
    als mögliche Sprache hinzufügen?

    Privet

    Valentyn Sergeiwitsch Potjemkin

  7. Hanni sagte am 25. November 2013:

    Warum segnet die Kirche Jäger?
    Es wurde inzwischen mehrfach bewiesen, dass sich die Natur selbst regulieren kann. Jäger sind einfach Lusttöter!
    Wieso segnet die Kirche solche Menschen?
    Ich glaube Gott ist alles andere als erfreut über dieses Versagen.

    • Deborrahs blog sagte am 25. November 2013:

      Man könnte hier noch eine ganz andere Liste aufmachen:

      – Wieso wird unter dem Segen von Kirche und Glauben in den Krieg gezogen und getötet?
      – Wieso stehen Menschen unter kirchlichem Segen, die aus purer Profitgier Menschen in Afrika billige Aidsmittel versagen?
      – Wieso schließt die Kirche nicht Menschen aus, die durch ihr Verhalten – z.B. Benutzung von PKW, Essen von Steaks oder Milchprodukten (Kühe produzieren bekanntlich viel Methangas) zur Klimaveränderung beitragen, damit zum Abschmelzen der Polkappen und damit zum buchstäblichen Untergang ganzer Staaten und ihrer Menschen (z.B. in Bangladesch), von der Vernichtung des Lebensraums für Eisbären mal abgesehen?
      – Wieso stehen unter kirchlichem Segen Menschen, die die Natur zu ihrem eigenen Nutzen ausbeuten, bis nichts mehr da ist, z.B. Erdöl?
      – Wieso stehen unter kirchlichem Segen Menschen, in deren Auftrag Anlagen erstellt, Stoffe hergestellt werden, die Menschen töten und vergiften (man denke an Tschernobyl oder Fukushima)?

      Es gibt viele Verbrechen an Gottes Schöpfung. Jeder von uns ist involviert. Wo soll Kirche angesichts von Menschen verursachten Zerstörungen anfangen auszugrenzen? Würden auch nur 10 Menschen übrig bleiben, wenn es gerecht zuginge?

      Jesus hat die Menschen geliebt, deshalb hat er nicht ausgegrenzt, sondern zu sich hingezogen. Auf das Sündenregister hat er nicht geschaut. Von seiner Kirche erwartet er das auch.

  8. Wenn Jesus vom Schöpfer gegebene Fähigkeiten hatte, wieso gibt es dann keine Berichte darüber, dass er den ersten quaterlupe-double in der NBA Geschichte vollbracht hat?

  9. Wie kann es sein, dass es nach über 2000 Jahren immer noch Menschen in Deutschland gibt, die an die Lehren Jesu glauben? Man sollte doch meinen, dass das Bildungsniveau so stark zugenommen hat, dass es keinen Platz mehr für einen Gott gibt. Warum wird nie hinterfragt, warum die drei großen westlichen Religionen soviel überschneidungen haben. Warum ignorieren so viele Leute die Tatsache, dass diese Religionen aus den vorherschenden sumerischen und akkadischen Glaube hervorgegangen sind. Es gibt doch so viele Beweise, dass die Bibel ein Sammelsurium von alten Mythen ist. Warum stützen sich die Leute so sehr darauf? Warum ziehen Menschen dafür in den Krieg?
    Ich habe keine Verbindung zu den Religionen, bis auf eine: Mich fasziniert, wieviel Menschen einfach nur bedingungslos folgen, ohne selbst Fragen zu stellen. Dies sehen wir auch immer wieder in der Geschichte der Menschheit ob nun Jesus, Mohammed, Hitler oder Erdogan. Warum wird so wenig selbst gedacht?

    Ich weiß, dass meine Fragen provokant sind. Aber ich würde gerade dadurch zu einem Dialog anregen und bedanke mich im Vorraus für Eure antworten.

    • „Wie kann es sein, dass es nach über 2000 Jahren immer noch Menschen in Deutschland gibt, die an die Lehren Jesu glauben?“

      Das Erstaunlichste daran ist, dass der Glaube an Jesus Christus die ersten Jahrhunderte überstanden hat, in denen Christen z. T. schwerer Verfolgung ausgesetzt waren. Dieser Jesus Christus ist nicht einfach irgendein antiker Lehrer, sondern berührt Tiefenschichten in Menschen.

      „Man sollte doch meinen, dass das Bildungsniveau so stark zugenommen hat, dass es keinen Platz mehr für einen Gott gibt.“

      Glauben und Wissen schließen sich nicht aus, sondern ergänzen sich, Glauben und Bildung erst recht.

      „Warum wird nie hinterfragt, warum die drei großen westlichen Religionen soviel überschneidungen haben.“

      Wie kommst Du darauf, dass das nicht hinterfragt wird? Jesus war Jude und kannte die Tora (bzw. den Tanach, die hebräische Bibel) bestens. Und Mohammed kannte sowohl Judentum als auch Christentum. Die Verbindungen sind kein Geheimnis.

      „Warum ignorieren so viele Leute die Tatsache, dass diese Religionen aus den vorherschenden sumerischen und akkadischen Glaube hervorgegangen sind.“

      Vielleicht, weil es für sie nicht wichtig ist. Vielleicht, weil sie noch nie davon gehört haben. Analoge Gegenfrage: Wieso ignorieren so viele Leute die Tatsache, dass der Humanismus, den manche Atheisten heute für sich beanspruchen, aus dem Christentum hervorgegangen ist?

      „Es gibt doch so viele Beweise, dass die Bibel ein Sammelsurium von alten Mythen ist.“

      Sammelsurium ist ein despektierlicher Begriff, den ich für die Bibel nicht akzeptiere. Das in die Bibel einige alte Mythen eingeflossen sind, ist ein durchaus interessantes Thema. Ebenso sind alte Maßeinheiten, zwischenmenschliche Erfahrungen und Kulturelemente eingeflossen. Wenn man die Bibel als Gottes Wort in Menschenwort versteht, kann man damit offen umgehen.

      „Warum stützen sich die Leute so sehr darauf?“

      Weil es sich bewährt hat.

      „Warum ziehen Menschen dafür in den Krieg?“

      Verstehe ich auch nicht und halte es für falsch. Das Zeitalter der Kreuzritter ist aber längst vorbei. Wer zieht denn heute für die Bibel in den Krieg?

      „Ich habe keine Verbindung zu den Religionen, bis auf eine: Mich fasziniert, wieviel Menschen einfach nur bedingungslos folgen, ohne selbst Fragen zu stellen.“

      Wie viele sind das denn Deiner Meinung nach? Für alle Religionen und ihre diversen Spielarten auf einmal kann ich das nicht beantworten, ich schere auch nicht alle über einen Kamm. Ich würde sagen, Fragen zu stellen, gehört dazu. Selbst mehrere der ersten Jünger Jesu haben Fragen gestellt und ihre eigenen Wege gewählt.

      „Dies sehen wir auch immer wieder in der Geschichte der Menschheit ob nun Jesus, Mohammed, Hitler oder Erdogan. Warum wird so wenig selbst gedacht?“

      Diese vier in einem Satz zu nennen, ist ein zu durchsichtiger Provokationsversuch.

      „Ich weiß, dass meine Fragen provokant sind.“

      Also, wenn Du nichts Besseres hast… da bin ich andere Kaliber gewohnt.

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